Wärmerückgewinnung

Was ist Wärmerückgewinnung?

Grundsätzlich beschreibt Wärmerückgewinnung Verfahren, die das Ziel verfolgen, thermische Energiepotenziale, die bei einem Herstellungsprozess entstehen, aber nicht dessen eigentliches Ziel sind, dennoch zu erschließen. Nachhaltig eingesetzt hat Wärmerückgewinnung so selbst gewissermaßen den Charakter einer regenerativen Energie und dient zugleich der Senkung des Gesamtenergieverbrauchs. Dadurch sind die Techniken der Wärmerückgewinnung gleichermaßen ökologisch (unter dem Strich eine Verringerung der CO2-Emissionen) als auch ökonomisch (Kostenersparnis) zu begrüßen.

Voraussetzungen für Wärmerückgewinnung

Die Voraussetzung für eine Wärmerückgewinnung ist ein Wärmepotenzial, welches gegenwärtig nicht genutzt wird und dadurch an die Umwelt verloren geht und diese unnötig erwärmt. Auf der anderen Seite steht stets ein Wärmebedarf in ausreichender Größe, aber auf niedrigem thermischen Niveau. Aus der Kombination von Energiepotenzial auf der einen und Energiebedarf auf der anderen Seite erwachsen dann die Einsparpotenziale hinsichtlich verringerter Energieanschluss- und Verbrauchsleistungen, künftig evtl. verkleinerbarer Anlagen (Kessel, Rohre, Schlote), in Summe sinkender Betriebskosten und nicht zuletzt der geringeren Schadstoff- und Abwärmeemission.

Anwendungsszenarien für Wärmerückgewinnung

Die Anwendungsmöglichkeiten für Wärmerückgewinnung sind zahlreich. Ein typisches und weit verbreitetes Szenario in der Architektur ist etwa der Temperaturtransfer zwischen Abluft und Zuluft bei klimatisierten Produktionshallen oder Chemielaboren (Luftwechsel): In der Heizperiode wird die Energie der Abluft zur Erwärmung der Zuluft herangezogen; in der warmen Jahreszeit hingegen wird die Zuluft mit der Wärmeenergie der verbrauchten Luft gekühlt. Analog funktioniert die Wärmerückgewinnung aus aggressivem Abwasser.

In bestimmten Regionen ist auch die Klimatisierung mittels kaltem Meerwasser ein spannendes Szenario.

Die Spezialität von Calorplast: Wärmerückgewinnung aus korrosiven Medien

Der stetige Anstieg der Energiepreise rückt auch die Wärmerückgewinnung aus aggressiver Abluft oder aggressiven Medien in das Interesse von immer mehr Betrieben wie der galvanischen und der chemischen Industrie. Denn gerade im industriellen Bereich wird häufig mit enormen Energiemengen gearbeitet, die bisher oft unnötigerweise verloren gehen. Hier spielen die Wärmetauscher der Calorplast Wärmetechnik GmbH all ihre Stärken aus, da sie gänzlich aus Kunststoffen hergestellt werden, die keine Korrosionsprobleme kennen. Die Eigenschaften der Kunststoffe in Bezug auf Beständigkeit und Reinheit ermöglichen vielmehr die Verwendung in einer Vielzahl von Prozessen.

Wirtschaftlichkeit von Wärmerückgewinnung

Die Wirtschaftlichkeitsberechnung einer Wärmerückgewinnung wird über eine Differenzkostenberechnung durchgeführt, da es in der Regel sinnvoll ist, die Wirtschaftlichkeit nicht über die Gesamtkosten der Anlage zu bestimmen – Ventilator und Zuluftgerät werden sowieso gebraucht oder sind bereits vorhanden. Bei einer Neuinvestition kann andererseits der Heizkessel kleiner dimensioniert werden, was sich wiederum kostenmindernd auswirkt. Ein genauer Wirtschaftlichkeitsnachweis unter Einbezug weitreichenderer Daten durch Planungsbüros und Anlagenbauer ist notwendig, so dass eine Entscheidung immer von Fall zu Fall getroffen werden sollte. In vielen Fällen lässt sich jedoch konstatieren, dass sich die Investition in Wärmerückgewinnung oft bereits nach wenigen Jahren amortisiert.  

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